Home

Germania Blockade

Geschrieben in Mels SL, Germania von Mel am 15. April 2007

Da ich es im letzten Blog Eintrag angesprochen hatte, möchte ich noch ein paar Worte zum Thema Germania Blockade verlieren.

Die aktuelle Situation stellt sich wie folgt dar:

Germania Estate Umgebung

Die blaue Umrahmung um ein Gebiet von 5×5 Sims ist das Gebiet, das für Germania geplant war. Die grünen Sims machen im Augenblick Germania aus. Die durchgekreuzten Quadrate sind Sims von anderen Leuten. Der Platz ist damit für Germania nicht mehr zu nutzen. Um diese Sims herum sind größere Flächen (gelb markiert) für den weiteren Ausbau gesperrt. Die violetten Flächen sind im Augenblick noch für Germania nutzbar. Strategisch interessant für eine weitere Blockade ist der rote Sim, der das Gebiet mit den roten Punkten blockieren würde.

Spätestens seit diesem SL Info Thread vom 10.02.2007 ist der geplante Ausbau von Germania allen Lesern von SLInfo bekannt. Aber bereits am 24.01.2007 wurde ein sternförmiges Konzept auf SL Info besprochen.

Am 07.02.2007 fiel mir dann auf, das Flumm Melendez den Ausbau von Germania mit einem eigenen Sim blockiert. Das Thema wurde ausgiebig diskutiert.

Am 15.02.2007 wurde dann im selben Forums-Thread (auf Seite 3) bekannt, dass elvis Woodget ebenfalls der Anziehungskraft von Germania erlegen war und den Ostausbau blockierte.

Flumm Melendez hat dann im Osten mit einem weiteren Sim blockiert, Boss Warrior, ein Bekannter von mir hat sich dann entschieden, Flumm zwei Sims vor die Nase zu setzen. Wahrscheinlich konnte er mein Gejammere nicht mehr aushalten.

Am 13.04.2007 hat sofie Burton ihren Sim angekündigt, der den Germania Ausbau im Nordwesten blockiert und inzwischen hat sich Noiseeffects Glenville im Südwesten ebenfalls entschieden, die Gegend noch ungemütlicher zu machen. Noiseeffects ist unter seinem SL Namen nicht bei SLInfo eingetragen, hat daher von den Ausbauplänen möglicherweise nichts gewusst, alle anderen sind allerdings bei SLInfo eingetragene Mitglieder.

Ich habe ja bereits im März weitere Zukäufe von Sims eingestellt, da ich das ganze Germania an eine andere Stelle umziehen möchte, um die ursprüngliche Planung weiter verfolgen zu können. Dazu gibt es einen anderen Blog Eintrag. Somit trifft mich das Zumüllen der Gegend mit isolierten Sims nicht mehr.

Natürlich hat niemand Anrecht auf eine bestimmte Estate Planung, und natürlich kann jeder für viel Geld Platz reservieren, wobei diese Reservierung über eine Auktion läuft, potenzielle Störenfriede den Preis für die Reservierung relativ nach Belieben nach oben drücken können. Und selbstverständlich hat jeder das Recht, durch schnellen Verkauf von Land in einer attraktiven Umgebung schnell Geld zu verdienen.

Bedauerlich daran ist, dass eine Gemeinschaft (eine Community) so kaum entstehen kann. Aber gerade zusammen mit vereinten kreativen und finanziellen Kräften ein Gebiet zu schaffen, das nach etwas aussieht, mit dem man angeben kann, und wo man sich wohl, ja vielleicht verstanden fühlt, ist doch etwas sehr Erstrebenswertes. Ich werde nicht lockerlassen, genau nach diesen Leuten zu suchen und sie mit meinen Möglichkeiten zu untersützen. Dazu gehört auch, Germania für 750 USD an eine andere Stelle umzuziehen.

Leute wie Flumm Melendez, elvis Woodget, Sofie Burton, möglicherweise Noiseeffects Glenville unterstützen dies nicht. Andere Leute wie Gigabyte Schulze (der sich allerdings entschieden hat, lieber bei Flumm Melendez Land zu besitzen), Nele Source, Milz Yue, um nur ein paar Namen zu nennen, zeigen nach wie vor die Bereitschaft, auch neben eigenen kommerziellen Interessen mit anderen Sim-Ownern zusammenzuarbeiten, sich nicht gegenseitig die Gebiete zu blockieren und eventuell sogar Partnerschaften zu bilden.

Für diese Menschen gibt es in Second Life eine eigene Interessensgruppe (SIG -> special interest group) mit dem Namen German Sim Owner. Alle deutschen Sim Owner, die erstens Erfahrung in der Sim-Verwaltung haben, zweitens zur gegenseitigen Kooperation bereit sind und drittens das auch gerne durch Taten dokumentieren wollen, sind herzlich eingeladen, Mitglied dieser Gruppe zu werden. Dazu müsst ihr mir allerdings eine IM (-> instant message) schreiben, und ich entscheide, wem ich über den Weg traue.

Die Gruppen-Mitgliedschaft dient allen potenziellen deutschen Land-Käufern als Gütesiegel! Land bei einem der Gruppen-Mitglieder zu erwerben, ist praktisch risikolos!

SL Support - gibt es den denn noch?

Geschrieben in Allgemein, Mels SL, Germania von Mel am 13. April 2007

Die Frage in der Überschrift provoziert natürlich Erklärungsversuche wie “Ja, natürlich, aber bei dem unglaublichen Wachstum kann es schon mal einen Tag dauern, bis du eine Antwort erhältst. Immerhin sind es fast 6 Mio Leute, die betreut werden müssen.”

Ich sehe die Situation völlig anders, aber anstelle hier mit “Ja, aber …” zu argumentieren, werde ich ein Beispiel beschreiben.

Anfang Januar habe ich auf Grund eines vorhandenen Bedarfs das deutsche Gebiet (aka Estate) Germania gegründet. Zum ersten Sim gibt es einen eigenen Blog-Eintrag. Mit einem einzigen Sim konnte der Bedarf nicht gedeckt werden, viele Deutsche wollten sich auf Germania ansiedeln, so dass ich in kurzer Zeit vier weitere Sims gekauft habe.

Da es sich um ein Community-Projekt handelte und handelt, wurde über den weiteren Ausbau öffentlich diskutiert. Die Enstehungsgeschichte kann im SL Info Portal nachgelesen werden.

Was alle Beteiligten hier in kurzer Zeit realisiert haben, ist wirklich beeindruckend! So fanden sich dann auch Leute, die mit verschiedenen Motiven eigene Sim-Projekte realiseren wollten. Die einen dachten: “Na, da baue ich gleich daneben einen Sim, und kann schnell viel Geld verdienen, da Germania viele Interessenten anzieht.” Andere dachten: “Oh, was die können, das schaff ich auch.” Und es gibt auch Leute, die einen großen Landbedarf haben und nicht einsehen, an eine andere Person viel Geld zu bezahlen, anstatt gleich einen oder mehrere Sims für sich zu kaufen.

Ich war mir nie zu schade, über den weiteren Ausbau von Germania öffentlich zu reden. Für Menschen, die so ein Projekt blockieren wollen, ist das natürlich ein gefundenes Fressen, denn ganz einfach lässt sich das Projekt blockieren. Inzwischen sieht die Umgebung um Germania so aus:

Germania und Umgebung

Germania besteht aus den vier Sims, die untereinander angeordnet sind plus dem Sim mit dem kleinen roten Kreis. Die Planung sah einen quadratischen Bereich von 5×5 Sims vor.

Über die Blockade selber könnte ich jetzt viel schreiben, aber darum geht es mir in diesem Beitrag nicht. (Mehr darüber im SL Info Portal.)

Es liegt nun auf der Hand, das gesamte Germania einfach an eine andere Stelle umziehen zu lassen, wo noch genügend Platz ist. Das ist auch kein größeres Problem, da die Betreiber Firma Linden Lab erst vor kurzem das so genannte Grid, also das Koordinaten-System, in dem alle Sims eingepasst werden, wesentlich erweitert hat. Die Option des Estate-Moves ist auch durchaus vorgesehen und in der SL Knowledgebase beschrieben. Nachteil ist, dass es pro Sim unverschämte 150 USD kostet, für ganz Germania also 750 USD.

Es ist schon seltsam: damit ich die Möglichkeit habe, mehr Geld in SL zu investieren, indem ich weitere Sims für je 1675 USD kaufe, muss ich vorher 750 USD investieren, damit ich den Platz dafür bekomme. Na gut, mich zwingt ja keiner, Germania als ein großes Gebiet aufzubauen, ich könnte die Inseln ja auch über ganz SL verteilen. Aber würde das wirklich den Community-Ansatz fördern?

Hier soll es aber, wie gesagt, um den Support gehen.

Ich wollte also Germania umziehen und habe einen entsprechenden Auftag am 2. März an Linden Lab geschickt. Die Bestätigung mit einer Auftragsnummer erhielt ich noch am selben Tag durch ein automatisches System. Ich rede hier übrigens nicht über den normalen Benutzer-Support, der die (angeblich) fast 6 Mio Mitglieder zu betreuen hat, sondern über den speziellen Concierge Support, der sich nur um die Sim-Besitzer kümmern muss, also maximal ein paar Hundert, vielleicht Tausend Leute.

am 22. März erhielt ich eine Benachrichtigung von Harmony Linden, dass es jetzt losgehen könnte. Welcher Termin mir denn am besten passen würde, da ja auf Germania immer sehr viele Leute gleichzeitig online seien. Um den Ablauf nicht zu verzögern, antwortete ich, dass vormittags an einem Wochentag (CEST) eine gute Zeit wäre, ich aber mit jedem Zeitpunkt einverstanden sei, solange es nur schnell ginge.

Sie wollte außerdem von mir wissen, an welche Stelle des Grids Germania verschoben werden sollte. Auch hier machte ich keinerlei Vorgaben, um jede weitere Diskussion von vornherein zu vermeiden.

Am 23. März schrieb sie mir dann noch, dass der Move keine lange “Downtime” nach sich ziehen würde, innerhalb einer halben Stunde wäre alles erledigt. Nur die Aktualisierung der Map würde ein paar Tage dauern, alle Landmarks würden aber auch nach dem Umzug funktionieren.

Ich atmete auf, endlich ging es los!

Dachte ich …

Am 27. März habe ich vorsichtig nachgefragt, ob denn nun schon ein genauer Termin bekannt wäre. Keine Antwort.

Am 30. März habe ich erneut nachgefragt, was denn nun weiter passieren würde. Keine Antwort.

Am 4. April habe ich erneut nachgefragt und auch darum gebeten, mir bitte in jedem Fall überhaupt einmal zu antworten. Selbst, wenn der Move nicht stattfinden könnte, wüsste ich es gerne. Keine Antwort.

Am 11. April habe ich schließlich Ethan Linden per instant message in SL angesprochen. Er spricht deutsch und gehört ebenfalls zur Concierge-Gruppe. Er antwortete zumindest, dass er sich darum kümmern würde.

Und nun ist der 13. April und ich hoffe immer noch, dass ich irgendwann mal wieder viel Geld für neue Germania Sims ausgeben darf.

Vielen Dank an den superguten Support von Second Life.

Nachträge:
Am 16.04. habe ich mir eine schöne Stelle auf dem Grid ausgesucht, wo ich Germania gerne hätte. Die Wunsch-Koordinaten für jeden einzelnen Germania-Sim habe ich dann direkt per E-Mail an Harmony Linden geschickt.

Einige Zeit später erhalte ich eine E-Mail von ihr, dass Germania jetzt umgezogen sei. Eine Kontrolle ergibt, dass es sich nicht um die von mir gewünschten Koordinaten handelt. Nun stehe ich erneut auf dem Schlauch, weil ich nicht weiß, ob Germania nun dort bleibt oder erneut umgezogen werden wird. Natürlich habe ich sofort per E-Mail nachgefragt, ob ich davon ausgehen kann, dass nichts mehr verschoben wird. Ihr kennt es schon … keine Antwort.

Also habe ich dann am 18.4. noch einmal eine E-Mail an Concierge geschickt mit der Bitte, Germania nun definitiv nicht mehr neu umzuziehen. Mal abwarten, was nun passieren wird.

Warnung: Diebstahl von Land

Geschrieben in Allgemein, Mels SL von Mel am 12. April 2007

Gerade habe ich mir ein neues Auto gekauft. Jetzt parke ich bei der Zulassungsstelle, nebenan gleich eine Polizei-Station. Ich steige aus, gehe zwei Schritte und hoppla … fällt mir ein, dass ich vergessen habe, das Auto abzuschließen. Also mache ich auf dem Absatz kehrt und …. was sehe ich? Sitzt doch ein Kerl in meinem neuen Auto und grinst mich fröhlich an.

Nun, es ist ja mein Auto, das sage ich dann auch, aber der Kerl sagt nur: “Ja und? Was willst du jetzt machen?”. Dann fängt er genüsslich vor meinen Augen an, den Wagen in seine Einzelteile zu zerlegen und die Teile zu Spottpreisen zu verkaufen. Ich arme Frau bin körperlich unterlegen, entsinne mich aber, dass hinter mir ja gleich die Polizei-Station ist. Ich drehe mich also um und sehe jede Menge Polizisten hinter den Scheiben, einer steht sogar in der Tür. Keiner von denen tut etwas.

“Ja, so helft mir doch!”, rufe ich verzweifelt, aber die meisten schauen weg oder gehen gar einfach an ihren Schreibtisch zurück. Einer meint: “Also wir mischen uns nicht ein, wenn ein Bürger mit einem anderen Geschäfte macht.”

Ein paar Passanten sehen das, viele kaufen die billigen Ersatzteile sofort. Ich spreche sie alle an und erkläre, das sei mein Auto. Einige antworten, dass das ja wohl nicht ihr Problem sei, und so billig bekämen sie die Teile sonst nirgendwo.

Einer kauft ein paar Teile und schenkt sie mir. Er meint, er könne nicht mehr tun, aber so sei mein Verlust nicht so groß.

Einige andere sprechen laut aus, was praktisch alle denken: der Kerl ist ein unverschämter Dieb.

Einer meint: “Es tut mir leid. Ich habe nicht gewusst, dass das Diebesgut ist. Ich bin bereit, dir die Teile, die ich gerade gekauft habe, für den gleichen Preis wieder zu verkaufen, auch wenn ich sie gut gebrauchen könnte. Oder ich verkaufe die Teile einfach weiter und schenke dir, was ich dabei an Gewinn mache.”

Ich kann nur zuschauen. Natürlich könnte ich versuchen, alle Teile zu kaufen und wieder zusammenzubauen. Aber dann hätte ich das Auto doppelt bezahlt.

Während ich noch große Warnschilder aufstelle, dass der Kerl mir das Auto gestohlen hat und niemand etwas kaufen sollte, geht der Verkauf munter weiter.

Warum erzähle ich das?

Nun, genau das passiert im Augenblick in Second Life mit Land.

Ich habe gestern Morgen für 2536 USD den Sim Bietschhorn gekauft. Während ich das Land in Grundstücke aufteilte und dabei auch gleich den Preis für jede Parzelle festlegte, crashte mein Client. Als ich wieder online war, waren fast 30.000 m2 für 6600 L$ an einen Paper Olivier, der sich selbst Land Baron Merlin nennt verkauft. Nicht jeder kann mit diesen Zahlen etwas anfangen. Eine Analyse zu den Sim-Auktionen findet ihr auf http://cosyhome.org/cgi-bin/auc_statistics/auction-stats.html. Zu den Zahlen: Ein Sim hat insgesamt 65.536 m2. 6600 Linden Dollar entsprechen bei einem Kurs von 269 einem USD-Wert von gut 24 USD. Ich hatte allerdings etwa 1250 USD für das Land bezahlt. Linden Lab lässt sich Land-Besitz auf dem so genannten Mainland sehr gut bezahlen. Ein Sim kostet zusätzlich monatlich 195 USD, die in jedem Fall zu zahlen sind, selbst, wenn man innerhalb von wenigen Tagen alles Land auf dem Sim wieder verkaufen kann. Damit muss ich die Hälfte davon (also ca. 100 USD) noch einmal zu den 1250 USD addieren, was 1350 USD ergibt. Der Sim muss direkt in USD bezahlt werden. Grundstücksverkäufe werden in der Regel aber in Linden Dollar abgewickelt.

Wenn ich also die Linden-Dollar wieder in US-Dollar umtauschen möchte, um die Investition auszugleichen, muss ich noch mal 3,5 Prozent Gebühren bezahlen, was weitere fast 50 USD sind. Am Ende bezahle ich also 1400 USD für die gestohlene Hälfte des Sims, habe als Gegenleistung aber nur 24 USD erhalten. Diese Rechnung basiert auf reinen Selbstkosten, ein Gewinn ist noch gar nicht berücksichtigt. Somit ist mein Verlust irgendwo zwischen 1400 USD und 2000 USD anzusetzen.

Natürlich habe ich sofort versucht, den Käufer (= Dieb) anzusprechen. Ich bat ihn, das Land auf keinen Fall weiter zu verkaufen, sondern mir zurückzugeben. Ihr könnt es euch denken: keinerlei Reaktion!

Natürlich habe ich mich sofort bei der Betreiber-Firma von Second Life beschwert: Linden Lab. Ihr könnt es euch denken: keinerlei Reaktion!

Natürlich habe ich mit jedem einzelnen der neuen Land-Besitzer gesprochen. Aber was kann ich erwarten, ich verstehe sie ja. Sie haben Geld für das Land bezahlt und sind sich keiner Schuld bewusst. Von ihnen kann ich das Land nicht zurückfordern.

Ich weiß nicht, ob ich beim Unterteilen einen Fehler gemacht habe, also das ganze restliche Land “for sale” gesetzt habe, ohne vorher eine Parzelle abzuteilen. Ich mache das zwar nicht zum ersten Mal, aber … ja, kann sein … vielleicht war es so. Vielleicht stand der Crash meines Clients auch nicht im direkten Zusammenhang mit der feindlichen Landübernahme, auch möglich, ich bin keine Technikerin. Es ändert aber nichts daran, dass es mein Land ist und mir gestohlen wurde.

Im Second Life Forum wurde ich fündig: die Thematik ist schon seit Wochen bekannt, und es gibt auch bereits mehrere Geschädigte … einschließlich der berühmten Anshe Chung (dies habe ich aber bisher nicht persönlich überprüft!). Was macht Linden Lab dagegen? Gar nichts!

Einige URLs:
* http://forums.secondlife.com/showthread.php?t=176533
* http://forums.secondlife.com/showthread.php?p=1468162
* http://www.slexchange.com/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=12066&postdays=0&postorder=asc&start=0
* http://www.knowprose.com/node/17505
* http://slinfo.deine-domain.cc/phpbb/viewtopic.php?t=4304

Viele haben mich getröstet und ermuntert, nicht aufzugeben. Und ja, es gibt bereits eine SL Gruppe, die sich dem Kampf gegen die so genannten Landbots verschrieben hat: SL ANTIBOT ALLIANCE. Zu den Mitgliedern zählen einige der Big Player im Land-Geschäft wie Sarah Nerd (übrigens eine sehr nette Dame!).

Nicht so Informierte würden vorschlagen: “Setz doch das Land einfach auf Autoreturn”, dann werden alle Bots automatisch von deinem Land gejagt und können keinen Schaden anrichten. Das greift hier nicht. Die Landbots treten als Avatare auf. Dann bann sie doch! Auch das ist schwierig, weil es wegen Linden Labs großzügiger “Jeder darf umsonst sein Unwesen in SL treiben”-Politik ein Leichtes ist, beliebig viele neue Avatare mit anderem Namen zu erstellen. Das Schlimme ist, dass diese Avatar-Bots extrem schnell sind. Selbst, wenn du in der Sekunde, in der du dein Land auf “for sale” setzt, bemerkst, dass du einen Fehler gemacht hast, ist der Bot schneller, als du auf “cancel” drücken kannst.

Es gibt auch Berichte, dass dieser “cancel” sogar in der Art bestätigt war, dass das Land nicht mehr auf “for sale” stand, der Bot aber trotzdem NOCH schneller war. Dein Client zeigt also eine bereits veraltete Information an.

Zur Folge hat das Ganze, dass ich keine Mainland-Parzellen mehr für 6600 L$ anbieten kann, denn ich muss den Verlust von 1400 bis 2000 USD wieder ausgleichen. Wenn das noch öfter passiert, dann werden die Landpreise nicht nach unten gehen, sondern im Gegenteil wieder ansteigen.

Ich kann nur jedem, der mit Land handelt, raten, extrem auf der Hut zu sein! Es kann jeden treffen! Wenn ihr darüber hinaus euer Einkommen als Selbständiger oder gar als RL Unternehmen mit Land-Geschäften in SL bestreitet: solange Linden Lab sich derart unprofessionell aufstellt, würde ich das Risiko nicht bereit sein einzugehen! Lasst die Finger von SL, es ist viel zu riskant! Schaut euch die Sache gelassen an und wartet ab, bis eine professionelle Firma endlich eine stabile, performante und vor allem sichere virtuelle Internet-Welt implementiert. SL ist es derzeit jedenfalls definitiv nicht!

Von Linden Lab erwarte ich mir erstens, dass solche feindlichen Landübernahmen in Zukunft nicht mehr möglich sind, zweitens, dass sie mir zumindest meinen Verlust von 1400 USD sofort auf mein SL-Konto gutschreiben. Eine zweite Option wäre, mir eine Hälfte eines weiteren neuen Sims kostenlos zu überlassen.

Wenn jemand von der deutschen Presse hier mitlesen sollte und das in einem Artikel verarbeiten möchte: Ja, ich bin gerne bereit, darüber zu reden und weitere Informationen zu liefern.

Sollte ein Jurist mitlesen: ja, ich bin auch gerne bereit, gegen Linden Lab zu streiten.

Nachträge:
14.04.2007: Michael Linden schickt mir eine E-Mail, dass mein Abuse Report bearbeitet und gelöst wurde. Es klingt sehr nach einer automatisierten E-Mail, denn irgendwelche Deatils sind der E-Mail nicht zu entnehmen. Lediglich ein Verweis auf den Police Blotter …. aber dort finde ich nirgend einen Eintrag, der auf Bietschhorn, mich oder Landbaron Merlin referenziert. Daher habe ich bei Michael Linden noch mal per E-Mail nachgehakt, ob er nicht mit ein paar weiteren Details herausrücken könnte.

20.04.2007: Das Thema ist in der SL Bild-Zeitung, dem Avastar in seiner englischen Ausgabe 18 aufs Titelblatt gekommen. Und hier noch die deutsche Ausgabe.

24.04.2007: Bisher bekannte Landbot Besitzer sind Elanthius Flagstaff (nutzt Landbot, ist aber kooperativ im Falle von Fehlverkäufen), Paper Olivier (ist ein Betrüger).
Die Landbots selber heißen Landbaron Merlin, Landbot Hax, Landbot Zorr.

17.05.2007: Ich erhalte erneut eine E-Mail von Michael Linden mit der Information, dass mein Abuse Report bearbeitet worden sei, und natürlich mit dem Hinweis auf den Police-Blotter, wo ich aber auch diesmal nichts über meinen Fall finde.

29.09.2007: Und heute ist es wieder mal passiert. Ich habe gerade begonnen, einzelne 512 m2 Parzellen auf Broken Creek einzuteilen, denn ich möchte jetzt mein gesamtes Mainland verkaufen, nachdem LL nun überall noch die Mehrwertsteuer von 19% draufschlägt. Ich habe eine Parzelle markiert und für 5000 L$ zum Verkauf markiert. Bestätigt … und dann bekam ich auch schon 5000 L$ bezahlt. Da ich noch mehrere andere Stücke für den Preis im Angebot hatte, dachte ich zunächst, dass jemand eben irgendwo anders ein Stück gekauft hätte. Als ich dann das nächste Stück von der Restfläche von 15.360 m2 abtrennen wollte, stellte ich fest, dass das gesamte Land nicht mehr mir gehörte. Also hatte wieder ein Landbot zugeschlagen und einen Fehler ausgenutzt. Keine Ahnung, wieso das große Stück für 5000 L$ in den Verkauf ging. ich war mir absolut sicher, dass ich das abgetrennte zum Bearbeiten markiert hatte. Naja … trotzdem wollte ich nicht gleich aufgeben, sondern wenigstens den neuen Besitzer ansprechen. Dabei handelte es sich um die Gruppe “Voomland” mit “Kerry Crabe” und “Instant Voom”. Kerry kam dann auch gleich vorbei. Beide sind sehr lieb und waren sofort bereit, mir das Land zurückzugeben. Sie erwähnten auch, dass Landbaron Merlin nun unter dem Namen Celene Ballinger sein Unwesen treibt. Also Vorsicht! Er ist immer noch aktiv!

Alle Angaben mache ich ohne Gewähr. Bitte informiert mich, wenn ihr weitere Informationen dazu findet.

Was kostet ein Mainland Sim?

Geschrieben in Allgemein, Mels SL von Mel am 24. Januar 2007

Wir alle wissen ja, dass sich jeder für den unglaublichen Preis von 1.675 USD einen privaten Sim bei Linden Labs kaufen kann. Ein privater Sim hat den großen Nachteil, dass jeden Monat zusätzlich 295 USD an Linden Labs für den Betrieb zahlen muss.

In der Regel wird der Sim-Owner deswegen Teile davon an andere Leute verkaufen und sich von denen ein Teil oder auch die gesamte Monatsgebühr holen. Das ist in jedem Fall mit Aufwand verbunden, denn der Sim-Owner muss dem Geld regelmäßig hinterherlaufen. Die Erfahrung zeigt auch, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Land-Besitzer entweder verzögert oder gar nicht zahlt. Manche wollen auch immer wieder über den Preis verhandeln oder die Rechtmäßigkeit dieser Gebühr in Frage stellen.

Natürlich hat der Sim-Owner jederzeit die Möglichkeit, das Land wieder zu “reclaimen”, also den Käufer zu enteignen. Spaß macht das aber keinesfalls.

Leider sind die monatlichen Gebühren bisher auch noch nie bei einem RL Gericht eingeklagt worden, was nichts anderes bedeutet, als dass der Sim-Owner bei einem nicht zahlenden Kunden keinerlei Möglichkeit hat, an sein Geld zu kommen. Der einzige Weg ist, das Grundstück möglichst schnell zu enteignen und neu zu verkaufen. Die monatliche Gebühr für die Tage, in denen das Grundstück dem freundlichen Kunden gehörte, der nicht zahlen wollte, ist natürlich dann unwiderbringlich abzuschreiben.

Aber da gibt es ja auch noch die Mainland-Sims, die regelmäßig in einer Auktion angeboten werden. Hier kann man ganz einfach einen Sim kaufen, muss dafür natürlich seine Gebühr an LL zahlen, kann dann aber das Land wieder verkaufen, ohne sich um das Eintreiben der Gebühr kümmern zu müssen. Denn dies wird dann von LL übernommen, und zwar direkt per Einzug vom USD-Konto oder wenn das nicht gedeckt ist, von der Kreditkarte. Deswegen können auch nur SLer Land auf dem Mainland kaufen, die einen Premium Account haben. Clever von LL!

Der Preis, für den die Sims in die Versteigerung gehen, ist ebenfalls sehr attraktiv, wenn man ihn mit dem Preis vergleicht, den man für einen privaten Sim bezahlen muss: 1.000 USD.

Wenn ich also einen Sim für 1.000 USD kaufe, dann ergibt das einen Quadratmeterpreis von etwas mehr als 4 L$. Rechnet man die Gebühr mit ein, die man ja in jeden Fall zumindest einmal an LL zahlen muss (also 195 USD), kommt man auf einen Quadratmeterpreis von knapp 5 L$. Vor einigen Monaten waren das durchaus noch übliche Preise, aber da kostete ein privater Sim auch noch wesentlich weniger.

Das klingt doch an sich alles ganz gut … wo ist denn nun der Haken bei versteigerten Sims?

Naja … eben, dass andere Leute mitsteigern. Und steigern kann hier durchaus wörtlich genommen werden.

Ich habe deswegen mal die Auktionen der letzten knapp vier Wochen beobachtet und analysiert.

Mit 1.000 USD konnte man nicht einen einzigen Sim kaufen, am billigsten ging Braggiani für 2.774 USD weg. Und das ist dann schon deutlich mehr als ein privater Sim kostet. Wer jetzt schon den Kopf schüttelt, sollte gar nicht erst weiterlesen. Janszoon war dem Käufer Jedediah McDunnough ganze 4.337 USD wert. Um dieses Geld wieder hereinzubekommen, muss ein Quadratmeter mindestens 18 L$ kosten. Natürlich kenne ich das Ziel des Sim-Käufers nicht, vielleicht will er damit ja gar kein Geld verdienen. Jedediah McDunnough hat in dem Analyse Zeitraum insgesamt 6 Sims gekauft.

Da ist eine Menge Kapital gebunden, und damit ist auch eine Menge Arbeit verbunden. Irgendetwas soll ja wahrscheinlich mit den Sims passieren, einfach nur besitzen scheint mir als Beweggrund zu wenig zu sein.

Mit 6 Sims ist Jedediah McDunnough noch nicht einmal Spitzenreiter. JR Unknown bringt es auf 15 Sims, für die er insgesamt 53.042 USD ausgegeben hat (plus monthly tier fee). noch einmal zur Erinnerung: ich rede von den letzten drei Wochen!

Auf der folgenden Grafik habe ich mal alle Preise in Preis-Bändern zusammengefasst. Ihr könnt gut erkennen, dass die meisten Sims um die 3.500 USD kosten.

Sim Auktionen - Preisbänder

Was sagt uns das? Ich denke, es lässt sich als wichtige Aussage ableiten, dass sich die Grundstückspreise auf dem Mainland weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegen werden. Preise von 20 L$ pro Quadratmeter sind durchaus üblich. Vermutlich wird sich dieser Preis aber noch weiter nach oben bewegen. Ein Gegentrend könnte dadurch ausgelöst werden, dass LL die Integration von externen Rechnern erlaubt, die nicht ihnen selber gehören. Allerdings würden sie damit auf die bestimmt sehr willkommenen Einkünfte aus den Sim-Auktionen verzichten.

Weiter bin ich davon überzeugt, dass immer mehr Leute trotz der sehr hohen Preise für private Sims, noch stärker dazu übergehen werden, eigene Inseln zu kaufen. Denn immerhin können sie sich dort ein mindestens doppelt so großes Grundstück für das gleiche Geld leisten wie auf dem Mainland. Den Rest des Sims werden sie dann weiter verkaufen. Auch das bedeutet für Linden Labs ein lukratives Geschäft.

Quellen:

Germania Prime ist online

Geschrieben in Mels SL, Germania von Mel am 13. Januar 2007

Vor ein paar Wochen entstand auf dem deutschsprachigem SL Portal SL Info die Idee, einen weiteren deutschen Treffpunkt in Second Life in Form eines Sims aufzubauen.

Zunächst war es in2fire, der im SL Info / Topic 643 laut darüber nachdachte. Am 22. Dezember hat er das Thema auf Grund der finanziellen Belastungen zunächst verschoben.

Swapps Swenson hat die Idee dann in SL Info / Topic 685 wieder aufgegriffen und versucht, das Projekt strategisch anzugehen.

Letztendlich schien die Idee aber daran zu scheitern, dass irgendjemand diesen Sim bei Linden Labs kaufen musste. Also habe schließlich ich das getan und das auf SL Info / Topic 753 veröffentlicht.

Der Sim Name sollte die internationale Umgebung von SL berücksichtigen, gleichzeitig aber einen deutlichen Hinweis darauf geben, dass sich hier überwiegend deutschsprachige SL Residenten aufhalten. Außerdem habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie jemand wohl in SL nach deutschsprachigen Treffpunkten suchen würde … “German” als Wortanfang schien mir da sehr wahrscheinlich. Da ich davon ausgehe, dass der Landbedarf der deutschen Gemeinde das Angebot auf einem Sim bald sprengen dürfte, sollte der Name auch gut für eine ganze Region sein, möglicherweise mit einem zweiten Namensbestandteil, der dann den einzelnen Sim spezifizieren könnte.

Kurz und gut, ich entschied mich für Germania Prime als Mittelpunkt des Gebietes Germania.

Seit einigen Tagen ist der Sim nun da, und zwar zu meiner Überraschung wesentlich schneller als dies noch im alten Jahr machbar gewesen ist. Ich liebe es, neue Projekte in ihrem jungfräulichem Zustand festzuhalten und habe deswegen Fotos gemacht.

Inselparadies und Strandbälle

Wir Deutschen lieben Strände, tropische Inseln, Wasser und Sonne. Deswegen habe ich Germania Prime auch als tropische Insel gelassen. Die ersten Palmen sind schnell gewachsen, so dass man sich gegebenenfalls auch in ihrem Schatten zu einem Chat niederlassen kann. Irgendjemand hat auch ein paar bunte Strandbälle zurückgelassen.

Strelizien auf Germania Prime

Schnell habe ich auch noch meine Lieblingsblume, die Strelizie oder “Bird of Paradise”, wie es auf Englisch heißt, gepflanzt!

Das Land habe ich in 128 Parzellen mit einer Größe von je 512 m2 aufgeteilt. Die Grundstücke direkt am Meer kosten ein ganz klein wenig mehr als die im Inselinneren. Natürlich kann sich jeder mehrere Grundstücke kaufen und die dann zu einem größeren zusammenfügen. Auf Regeln wie wir sie auf Cosy Island haben, wurde bewußt verzichtet. Es hatte im Forum den Anschein, dass wir in dieser Hinsicht nicht so schnell eine Einigung erreicht hätten. Wenn sich das Leben auf Germania Prime eingespielt hat, kann ich mir aber vorstellen, dass wir im gegenseitigem Einvernehmen auf zukünftigen Sim-Erweiterungen durchaus auch “Themes” (Wald, Stadt, Strand, Hafen etc.) oder “Zones” (Wohn- oder Gewerbegebiet) sowie Regeln (keine Access Fences, keine fliegenden Gebäude, maximale Bauhöhen etc.) definieren. Auch eine Germania Verwaltung kann ich mir gut vorstellen, falls sich genug Leute auf so ein Experiment einlassen wollen.

Im SL Info Forum wurde dann auch eine Reservierungs-Liste gestartet, so dass die schnellen Entscheider einen Vorteil bei der Standortwahl genießen konnten. Einige Leute haben ihre Claims dann schon mal abgesteckt, wie man auf dem folgenden Bild sehen kann.

Fahnen unter Palmen

Jetzt schauen wir mal, wie es damit weitergeht. Ich werde natürlich hier wieder berichten. :-)

« Vorherige SeiteNächste Seite »