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Warnung: Diebstahl von Land

Geschrieben in Allgemein, Mels SL von Mel am 12. April 2007

Gerade habe ich mir ein neues Auto gekauft. Jetzt parke ich bei der Zulassungsstelle, nebenan gleich eine Polizei-Station. Ich steige aus, gehe zwei Schritte und hoppla … fällt mir ein, dass ich vergessen habe, das Auto abzuschließen. Also mache ich auf dem Absatz kehrt und …. was sehe ich? Sitzt doch ein Kerl in meinem neuen Auto und grinst mich fröhlich an.

Nun, es ist ja mein Auto, das sage ich dann auch, aber der Kerl sagt nur: “Ja und? Was willst du jetzt machen?”. Dann fängt er genüsslich vor meinen Augen an, den Wagen in seine Einzelteile zu zerlegen und die Teile zu Spottpreisen zu verkaufen. Ich arme Frau bin körperlich unterlegen, entsinne mich aber, dass hinter mir ja gleich die Polizei-Station ist. Ich drehe mich also um und sehe jede Menge Polizisten hinter den Scheiben, einer steht sogar in der Tür. Keiner von denen tut etwas.

“Ja, so helft mir doch!”, rufe ich verzweifelt, aber die meisten schauen weg oder gehen gar einfach an ihren Schreibtisch zurück. Einer meint: “Also wir mischen uns nicht ein, wenn ein Bürger mit einem anderen Geschäfte macht.”

Ein paar Passanten sehen das, viele kaufen die billigen Ersatzteile sofort. Ich spreche sie alle an und erkläre, das sei mein Auto. Einige antworten, dass das ja wohl nicht ihr Problem sei, und so billig bekämen sie die Teile sonst nirgendwo.

Einer kauft ein paar Teile und schenkt sie mir. Er meint, er könne nicht mehr tun, aber so sei mein Verlust nicht so groß.

Einige andere sprechen laut aus, was praktisch alle denken: der Kerl ist ein unverschämter Dieb.

Einer meint: “Es tut mir leid. Ich habe nicht gewusst, dass das Diebesgut ist. Ich bin bereit, dir die Teile, die ich gerade gekauft habe, für den gleichen Preis wieder zu verkaufen, auch wenn ich sie gut gebrauchen könnte. Oder ich verkaufe die Teile einfach weiter und schenke dir, was ich dabei an Gewinn mache.”

Ich kann nur zuschauen. Natürlich könnte ich versuchen, alle Teile zu kaufen und wieder zusammenzubauen. Aber dann hätte ich das Auto doppelt bezahlt.

Während ich noch große Warnschilder aufstelle, dass der Kerl mir das Auto gestohlen hat und niemand etwas kaufen sollte, geht der Verkauf munter weiter.

Warum erzähle ich das?

Nun, genau das passiert im Augenblick in Second Life mit Land.

Ich habe gestern Morgen für 2536 USD den Sim Bietschhorn gekauft. Während ich das Land in Grundstücke aufteilte und dabei auch gleich den Preis für jede Parzelle festlegte, crashte mein Client. Als ich wieder online war, waren fast 30.000 m2 für 6600 L$ an einen Paper Olivier, der sich selbst Land Baron Merlin nennt verkauft. Nicht jeder kann mit diesen Zahlen etwas anfangen. Eine Analyse zu den Sim-Auktionen findet ihr auf http://cosyhome.org/cgi-bin/auc_statistics/auction-stats.html. Zu den Zahlen: Ein Sim hat insgesamt 65.536 m2. 6600 Linden Dollar entsprechen bei einem Kurs von 269 einem USD-Wert von gut 24 USD. Ich hatte allerdings etwa 1250 USD für das Land bezahlt. Linden Lab lässt sich Land-Besitz auf dem so genannten Mainland sehr gut bezahlen. Ein Sim kostet zusätzlich monatlich 195 USD, die in jedem Fall zu zahlen sind, selbst, wenn man innerhalb von wenigen Tagen alles Land auf dem Sim wieder verkaufen kann. Damit muss ich die Hälfte davon (also ca. 100 USD) noch einmal zu den 1250 USD addieren, was 1350 USD ergibt. Der Sim muss direkt in USD bezahlt werden. Grundstücksverkäufe werden in der Regel aber in Linden Dollar abgewickelt.

Wenn ich also die Linden-Dollar wieder in US-Dollar umtauschen möchte, um die Investition auszugleichen, muss ich noch mal 3,5 Prozent Gebühren bezahlen, was weitere fast 50 USD sind. Am Ende bezahle ich also 1400 USD für die gestohlene Hälfte des Sims, habe als Gegenleistung aber nur 24 USD erhalten. Diese Rechnung basiert auf reinen Selbstkosten, ein Gewinn ist noch gar nicht berücksichtigt. Somit ist mein Verlust irgendwo zwischen 1400 USD und 2000 USD anzusetzen.

Natürlich habe ich sofort versucht, den Käufer (= Dieb) anzusprechen. Ich bat ihn, das Land auf keinen Fall weiter zu verkaufen, sondern mir zurückzugeben. Ihr könnt es euch denken: keinerlei Reaktion!

Natürlich habe ich mich sofort bei der Betreiber-Firma von Second Life beschwert: Linden Lab. Ihr könnt es euch denken: keinerlei Reaktion!

Natürlich habe ich mit jedem einzelnen der neuen Land-Besitzer gesprochen. Aber was kann ich erwarten, ich verstehe sie ja. Sie haben Geld für das Land bezahlt und sind sich keiner Schuld bewusst. Von ihnen kann ich das Land nicht zurückfordern.

Ich weiß nicht, ob ich beim Unterteilen einen Fehler gemacht habe, also das ganze restliche Land “for sale” gesetzt habe, ohne vorher eine Parzelle abzuteilen. Ich mache das zwar nicht zum ersten Mal, aber … ja, kann sein … vielleicht war es so. Vielleicht stand der Crash meines Clients auch nicht im direkten Zusammenhang mit der feindlichen Landübernahme, auch möglich, ich bin keine Technikerin. Es ändert aber nichts daran, dass es mein Land ist und mir gestohlen wurde.

Im Second Life Forum wurde ich fündig: die Thematik ist schon seit Wochen bekannt, und es gibt auch bereits mehrere Geschädigte … einschließlich der berühmten Anshe Chung (dies habe ich aber bisher nicht persönlich überprüft!). Was macht Linden Lab dagegen? Gar nichts!

Einige URLs:
* http://forums.secondlife.com/showthread.php?t=176533
* http://forums.secondlife.com/showthread.php?p=1468162
* http://www.slexchange.com/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=12066&postdays=0&postorder=asc&start=0
* http://www.knowprose.com/node/17505
* http://slinfo.deine-domain.cc/phpbb/viewtopic.php?t=4304

Viele haben mich getröstet und ermuntert, nicht aufzugeben. Und ja, es gibt bereits eine SL Gruppe, die sich dem Kampf gegen die so genannten Landbots verschrieben hat: SL ANTIBOT ALLIANCE. Zu den Mitgliedern zählen einige der Big Player im Land-Geschäft wie Sarah Nerd (übrigens eine sehr nette Dame!).

Nicht so Informierte würden vorschlagen: “Setz doch das Land einfach auf Autoreturn”, dann werden alle Bots automatisch von deinem Land gejagt und können keinen Schaden anrichten. Das greift hier nicht. Die Landbots treten als Avatare auf. Dann bann sie doch! Auch das ist schwierig, weil es wegen Linden Labs großzügiger “Jeder darf umsonst sein Unwesen in SL treiben”-Politik ein Leichtes ist, beliebig viele neue Avatare mit anderem Namen zu erstellen. Das Schlimme ist, dass diese Avatar-Bots extrem schnell sind. Selbst, wenn du in der Sekunde, in der du dein Land auf “for sale” setzt, bemerkst, dass du einen Fehler gemacht hast, ist der Bot schneller, als du auf “cancel” drücken kannst.

Es gibt auch Berichte, dass dieser “cancel” sogar in der Art bestätigt war, dass das Land nicht mehr auf “for sale” stand, der Bot aber trotzdem NOCH schneller war. Dein Client zeigt also eine bereits veraltete Information an.

Zur Folge hat das Ganze, dass ich keine Mainland-Parzellen mehr für 6600 L$ anbieten kann, denn ich muss den Verlust von 1400 bis 2000 USD wieder ausgleichen. Wenn das noch öfter passiert, dann werden die Landpreise nicht nach unten gehen, sondern im Gegenteil wieder ansteigen.

Ich kann nur jedem, der mit Land handelt, raten, extrem auf der Hut zu sein! Es kann jeden treffen! Wenn ihr darüber hinaus euer Einkommen als Selbständiger oder gar als RL Unternehmen mit Land-Geschäften in SL bestreitet: solange Linden Lab sich derart unprofessionell aufstellt, würde ich das Risiko nicht bereit sein einzugehen! Lasst die Finger von SL, es ist viel zu riskant! Schaut euch die Sache gelassen an und wartet ab, bis eine professionelle Firma endlich eine stabile, performante und vor allem sichere virtuelle Internet-Welt implementiert. SL ist es derzeit jedenfalls definitiv nicht!

Von Linden Lab erwarte ich mir erstens, dass solche feindlichen Landübernahmen in Zukunft nicht mehr möglich sind, zweitens, dass sie mir zumindest meinen Verlust von 1400 USD sofort auf mein SL-Konto gutschreiben. Eine zweite Option wäre, mir eine Hälfte eines weiteren neuen Sims kostenlos zu überlassen.

Wenn jemand von der deutschen Presse hier mitlesen sollte und das in einem Artikel verarbeiten möchte: Ja, ich bin gerne bereit, darüber zu reden und weitere Informationen zu liefern.

Sollte ein Jurist mitlesen: ja, ich bin auch gerne bereit, gegen Linden Lab zu streiten.

Nachträge:
14.04.2007: Michael Linden schickt mir eine E-Mail, dass mein Abuse Report bearbeitet und gelöst wurde. Es klingt sehr nach einer automatisierten E-Mail, denn irgendwelche Deatils sind der E-Mail nicht zu entnehmen. Lediglich ein Verweis auf den Police Blotter …. aber dort finde ich nirgend einen Eintrag, der auf Bietschhorn, mich oder Landbaron Merlin referenziert. Daher habe ich bei Michael Linden noch mal per E-Mail nachgehakt, ob er nicht mit ein paar weiteren Details herausrücken könnte.

20.04.2007: Das Thema ist in der SL Bild-Zeitung, dem Avastar in seiner englischen Ausgabe 18 aufs Titelblatt gekommen. Und hier noch die deutsche Ausgabe.

24.04.2007: Bisher bekannte Landbot Besitzer sind Elanthius Flagstaff (nutzt Landbot, ist aber kooperativ im Falle von Fehlverkäufen), Paper Olivier (ist ein Betrüger).
Die Landbots selber heißen Landbaron Merlin, Landbot Hax, Landbot Zorr.

17.05.2007: Ich erhalte erneut eine E-Mail von Michael Linden mit der Information, dass mein Abuse Report bearbeitet worden sei, und natürlich mit dem Hinweis auf den Police-Blotter, wo ich aber auch diesmal nichts über meinen Fall finde.

29.09.2007: Und heute ist es wieder mal passiert. Ich habe gerade begonnen, einzelne 512 m2 Parzellen auf Broken Creek einzuteilen, denn ich möchte jetzt mein gesamtes Mainland verkaufen, nachdem LL nun überall noch die Mehrwertsteuer von 19% draufschlägt. Ich habe eine Parzelle markiert und für 5000 L$ zum Verkauf markiert. Bestätigt … und dann bekam ich auch schon 5000 L$ bezahlt. Da ich noch mehrere andere Stücke für den Preis im Angebot hatte, dachte ich zunächst, dass jemand eben irgendwo anders ein Stück gekauft hätte. Als ich dann das nächste Stück von der Restfläche von 15.360 m2 abtrennen wollte, stellte ich fest, dass das gesamte Land nicht mehr mir gehörte. Also hatte wieder ein Landbot zugeschlagen und einen Fehler ausgenutzt. Keine Ahnung, wieso das große Stück für 5000 L$ in den Verkauf ging. ich war mir absolut sicher, dass ich das abgetrennte zum Bearbeiten markiert hatte. Naja … trotzdem wollte ich nicht gleich aufgeben, sondern wenigstens den neuen Besitzer ansprechen. Dabei handelte es sich um die Gruppe “Voomland” mit “Kerry Crabe” und “Instant Voom”. Kerry kam dann auch gleich vorbei. Beide sind sehr lieb und waren sofort bereit, mir das Land zurückzugeben. Sie erwähnten auch, dass Landbaron Merlin nun unter dem Namen Celene Ballinger sein Unwesen treibt. Also Vorsicht! Er ist immer noch aktiv!

Alle Angaben mache ich ohne Gewähr. Bitte informiert mich, wenn ihr weitere Informationen dazu findet.

Was kostet ein Mainland Sim?

Geschrieben in Allgemein, Mels SL von Mel am 24. Januar 2007

Wir alle wissen ja, dass sich jeder für den unglaublichen Preis von 1.675 USD einen privaten Sim bei Linden Labs kaufen kann. Ein privater Sim hat den großen Nachteil, dass jeden Monat zusätzlich 295 USD an Linden Labs für den Betrieb zahlen muss.

In der Regel wird der Sim-Owner deswegen Teile davon an andere Leute verkaufen und sich von denen ein Teil oder auch die gesamte Monatsgebühr holen. Das ist in jedem Fall mit Aufwand verbunden, denn der Sim-Owner muss dem Geld regelmäßig hinterherlaufen. Die Erfahrung zeigt auch, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Land-Besitzer entweder verzögert oder gar nicht zahlt. Manche wollen auch immer wieder über den Preis verhandeln oder die Rechtmäßigkeit dieser Gebühr in Frage stellen.

Natürlich hat der Sim-Owner jederzeit die Möglichkeit, das Land wieder zu “reclaimen”, also den Käufer zu enteignen. Spaß macht das aber keinesfalls.

Leider sind die monatlichen Gebühren bisher auch noch nie bei einem RL Gericht eingeklagt worden, was nichts anderes bedeutet, als dass der Sim-Owner bei einem nicht zahlenden Kunden keinerlei Möglichkeit hat, an sein Geld zu kommen. Der einzige Weg ist, das Grundstück möglichst schnell zu enteignen und neu zu verkaufen. Die monatliche Gebühr für die Tage, in denen das Grundstück dem freundlichen Kunden gehörte, der nicht zahlen wollte, ist natürlich dann unwiderbringlich abzuschreiben.

Aber da gibt es ja auch noch die Mainland-Sims, die regelmäßig in einer Auktion angeboten werden. Hier kann man ganz einfach einen Sim kaufen, muss dafür natürlich seine Gebühr an LL zahlen, kann dann aber das Land wieder verkaufen, ohne sich um das Eintreiben der Gebühr kümmern zu müssen. Denn dies wird dann von LL übernommen, und zwar direkt per Einzug vom USD-Konto oder wenn das nicht gedeckt ist, von der Kreditkarte. Deswegen können auch nur SLer Land auf dem Mainland kaufen, die einen Premium Account haben. Clever von LL!

Der Preis, für den die Sims in die Versteigerung gehen, ist ebenfalls sehr attraktiv, wenn man ihn mit dem Preis vergleicht, den man für einen privaten Sim bezahlen muss: 1.000 USD.

Wenn ich also einen Sim für 1.000 USD kaufe, dann ergibt das einen Quadratmeterpreis von etwas mehr als 4 L$. Rechnet man die Gebühr mit ein, die man ja in jeden Fall zumindest einmal an LL zahlen muss (also 195 USD), kommt man auf einen Quadratmeterpreis von knapp 5 L$. Vor einigen Monaten waren das durchaus noch übliche Preise, aber da kostete ein privater Sim auch noch wesentlich weniger.

Das klingt doch an sich alles ganz gut … wo ist denn nun der Haken bei versteigerten Sims?

Naja … eben, dass andere Leute mitsteigern. Und steigern kann hier durchaus wörtlich genommen werden.

Ich habe deswegen mal die Auktionen der letzten knapp vier Wochen beobachtet und analysiert.

Mit 1.000 USD konnte man nicht einen einzigen Sim kaufen, am billigsten ging Braggiani für 2.774 USD weg. Und das ist dann schon deutlich mehr als ein privater Sim kostet. Wer jetzt schon den Kopf schüttelt, sollte gar nicht erst weiterlesen. Janszoon war dem Käufer Jedediah McDunnough ganze 4.337 USD wert. Um dieses Geld wieder hereinzubekommen, muss ein Quadratmeter mindestens 18 L$ kosten. Natürlich kenne ich das Ziel des Sim-Käufers nicht, vielleicht will er damit ja gar kein Geld verdienen. Jedediah McDunnough hat in dem Analyse Zeitraum insgesamt 6 Sims gekauft.

Da ist eine Menge Kapital gebunden, und damit ist auch eine Menge Arbeit verbunden. Irgendetwas soll ja wahrscheinlich mit den Sims passieren, einfach nur besitzen scheint mir als Beweggrund zu wenig zu sein.

Mit 6 Sims ist Jedediah McDunnough noch nicht einmal Spitzenreiter. JR Unknown bringt es auf 15 Sims, für die er insgesamt 53.042 USD ausgegeben hat (plus monthly tier fee). noch einmal zur Erinnerung: ich rede von den letzten drei Wochen!

Auf der folgenden Grafik habe ich mal alle Preise in Preis-Bändern zusammengefasst. Ihr könnt gut erkennen, dass die meisten Sims um die 3.500 USD kosten.

Sim Auktionen - Preisbänder

Was sagt uns das? Ich denke, es lässt sich als wichtige Aussage ableiten, dass sich die Grundstückspreise auf dem Mainland weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegen werden. Preise von 20 L$ pro Quadratmeter sind durchaus üblich. Vermutlich wird sich dieser Preis aber noch weiter nach oben bewegen. Ein Gegentrend könnte dadurch ausgelöst werden, dass LL die Integration von externen Rechnern erlaubt, die nicht ihnen selber gehören. Allerdings würden sie damit auf die bestimmt sehr willkommenen Einkünfte aus den Sim-Auktionen verzichten.

Weiter bin ich davon überzeugt, dass immer mehr Leute trotz der sehr hohen Preise für private Sims, noch stärker dazu übergehen werden, eigene Inseln zu kaufen. Denn immerhin können sie sich dort ein mindestens doppelt so großes Grundstück für das gleiche Geld leisten wie auf dem Mainland. Den Rest des Sims werden sie dann weiter verkaufen. Auch das bedeutet für Linden Labs ein lukratives Geschäft.

Quellen:

Xing / OpenBC mag Second Life nicht

Geschrieben in Allgemein, Mels SL von Mel am 10. Januar 2007

Die Kontakt-Plattform Xing / OpenBC mag es offensichtlich ganz und gar nicht, wenn Geschäftsleute sich mit ihrem SL Avatar in Xing anmelden. Ich selber hatte mich im November 2006 bei XING angemeldet und konnte durchaus auch ein paar Geschäftskontakte herstellen.

Seit einigen Tagen ist mein Profil allerdings gesperrt, ohne dass ich eine Benachrichtigung oder eine Begründung erhalten hätte. Deswegen kann ich auch gar nicht sagen, seit wann mein Profil nicht mehr angesehen werden kann. Ich kenne auch die Gründe nicht, die dazu geführt haben, kann nur mutmaßen. Einzig die Funktion “Profil bearbeiten” ist noch möglich. Meine Entscheidung, ob ich auf einen bezahlten Premium Account hochrüste, hat sich damit natürlich erledigt.

Ich weiß von mindestens einer weiteren SL Geschäftsfrau, dass es ihr ganz genauso ergangen ist.

Im Augenblick steht bei meinem Profil in Xing:

Bitte warten Sie bis Ihre Registrierung durch unsere Redaktion freigeschaltet ist. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an help@xing.com

In den AGB kann ich folgende Abschnitte finden, die möglicherweise relevant sein könnten:

2.2 Der Nutzer sichert zu, dass alle von ihm bei der Registrierung angegebenen Daten wahr und vollständig sind.

Nun, meine Daten sind selbstverständlich wahr. Ich bezweifle aber stark, dass das für alle Mitglieder zutrifft. Ob XING das bei anderen Mitgliedern, die kein SL Profil haben, in Frage stellt, weiß ich allerdings nicht.

Der Nutzer darf keine Pseudonyme oder Künstlernamen verwenden.

Auch hier ist die Frage, wie das von XING bei sämtlichen Mitgliedern überprüft wird. “Melina Loonie” ist für mich jedenfalls kein Künstlername oder ein Pseudonym, sondern der Name einer Geschäftsfrau, wenn auch in einem virtuellem Umfeld. Mir persönlich ist nicht klar, was der Name über eine Person aussagt, ob nun RL oder SL Name. Hat ein RL Name eine qualitativ höherwertige Bedeutung als ein SL Name? Das darf doch wohl stark bezweifelt werden.

Ich fühle mich diskriminiert!

2.7 XING kann technisch nicht mit Sicherheit feststellen, ob ein auf den XING-Websites angemeldeter Nutzer tatsächlich diejenige Person darstellt, die der Nutzer vorgibt zu sein. XING leistet daher keine Gewähr für die tatsächliche Identität eines Nutzers. Jeder Nutzer hat sich daher selbst von der Identität eines anderen Nutzers zu überzeugen.

Hiermit räumt XING sogar selber ein, dass die Forderungen in 2.2 nicht überprüfbar sind. Abschnitt 2.2 ist aus meiner Sicht damit wertlos.

Später wird noch einmal gesagt:

4.1.1 ausschließlich wahre und nicht irreführende Angaben in seinem Profil und seiner Kommunikation mit anderen Nutzern zu machen und keine Pseudonyme oder Künstlernamen zu verwenden,

4.1.2 nur solche Fotos seiner Person an die XING-Websites zu übermitteln, die maximal fünf (5) Jahre alt sind und den Nutzer klar und deutlich erkennen lassen.

Auch das ist bei meinem Foto gegeben.

Ich bin mir über die Zielsetzung von XING inzwischen nicht mehr im Klaren. Als Geschäftsfrau möchte ich diese Plattform nutzen, um Kontakte zu anderen Menschen (sei es in RL, sei es in SL) aufzubauen, um mich zum einen über Geschäftsideen auszutauschen und zweitens neue Geschäfte anzubahnen. Bisher hatte ich es so verstanden, dass es genau darum bei XING geht. Offensichtlich ist dieses Unternehmen aber einfach zu konservativ, um sich mit neuen Geschäftsmodellen, die zum Beispiel auf Web 2.0 Ansätzen basieren, auseinanderzusetzen.

ich finde das bedauerlich, da vielen Geschäftsleuten damit die Möglichkeit genommen wird, über XING erfahrene SL Geschäftskontakte herzustellen, letztendlich kann ich persönlich aber ohne XING leben.

Cosy Cave Wasserfall

Geschrieben in Allgemein, Cosy Island, Cosy Shire, Mels SL von Mel am 15. Dezember 2006

Geoffrey Steinbeck hat in den letzten Tagen hart gearbeitet, um den Wasserfall, der den einen Eingang zu den Cosy Caves versteckt, hübscher zu machen.

Obwohl er noch nicht fertig ist, sieht er schon fantastisch aus.

Was fehlt, sind noch mehr Felsbrocken, Pflanzen und mehr Sound.

Jetzt ein paar Fotos:

Totalansicht des Wasserfalls

Natürlich ist das Wasser animiert, und um es noch besser zu machen, fließt das Wasser auf allen Stufen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Das nächste Foto zeigt den Hauptteil, diesmal in der Morgendämmerung. Er besteht aus insgesamt vier Stufen, bei denen sich langsam die Farbe verändert. Gespeist wird er von einem See auf dem Berggipfel, in dem man schwimmen kann. Es lohnt sich auch, dort hineinzutauchen und an dem Hebel unter Wasser zu ziehen.

Tosender Wasserfall aus der Nähe

Jetzt bin ich direkt im Wasserfall und schaue zurück auf unser Auenland, wo das Wasser langsam im Tal verschwindet und später in einen Fluß mündet, der dann am Ende ins Meer fließt.

Das Auenland

Zum Abschluß noch ein Foto von den Stromschnellen.

Die Stromschnellen

Interviews von Bernd Celt

Geschrieben in Allgemein, Cosy Island, Mels SL von Mel am 12. Dezember 2006

Bern Celt hat vor kurzer Zeit damit begonnen, deutsche Second Life Residenten zu interviewen. Ihm geht es vor allem darum, einen Gegenpol zu der aktuellen Berichterstattung in den Medien zu schaffen. Er selber sagt

Viele Vorurteile, die durch falsche Medienberichte erzeugt wurden, also Sex - Gewalt - Suchtgefahr - sollen durch die Interviews widerlegt werden.

Dazu hat er sich einen standardisierten Fragen-Katalog von insgesamt 17 Fragen überlegt, die in seinem Wiki nachgelesen werden können.

Gestern traf er sich auch mit mir. Ich wählte als Treffpunkt unser schönes Lighthouse-Cafe aus, das einen wunderschönen Blick auf die Umgebung bietet.

Bernd führte das Gespräch mit mir per IM. Dies war aber keine Bedingung, Skype wäre zum Beispiel auch eine Möglichkeit gewesen.

Das komplette Interview, das in SL fast 1,5 Stunden gedauert hat, könnt ihr in Bernds Blog finden.

Nach dem Interview haben wir uns noch ein paar Plätze auf Cosy Island angesehen und Bernd hatte Gelegenheit, ein paar Fotos zu schießen.

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