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Was kostet ein Mainland Sim?

Geschrieben in Allgemein, Mels SL von Mel am 24. Januar 2007

Wir alle wissen ja, dass sich jeder für den unglaublichen Preis von 1.675 USD einen privaten Sim bei Linden Labs kaufen kann. Ein privater Sim hat den großen Nachteil, dass jeden Monat zusätzlich 295 USD an Linden Labs für den Betrieb zahlen muss.

In der Regel wird der Sim-Owner deswegen Teile davon an andere Leute verkaufen und sich von denen ein Teil oder auch die gesamte Monatsgebühr holen. Das ist in jedem Fall mit Aufwand verbunden, denn der Sim-Owner muss dem Geld regelmäßig hinterherlaufen. Die Erfahrung zeigt auch, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Land-Besitzer entweder verzögert oder gar nicht zahlt. Manche wollen auch immer wieder über den Preis verhandeln oder die Rechtmäßigkeit dieser Gebühr in Frage stellen.

Natürlich hat der Sim-Owner jederzeit die Möglichkeit, das Land wieder zu “reclaimen”, also den Käufer zu enteignen. Spaß macht das aber keinesfalls.

Leider sind die monatlichen Gebühren bisher auch noch nie bei einem RL Gericht eingeklagt worden, was nichts anderes bedeutet, als dass der Sim-Owner bei einem nicht zahlenden Kunden keinerlei Möglichkeit hat, an sein Geld zu kommen. Der einzige Weg ist, das Grundstück möglichst schnell zu enteignen und neu zu verkaufen. Die monatliche Gebühr für die Tage, in denen das Grundstück dem freundlichen Kunden gehörte, der nicht zahlen wollte, ist natürlich dann unwiderbringlich abzuschreiben.

Aber da gibt es ja auch noch die Mainland-Sims, die regelmäßig in einer Auktion angeboten werden. Hier kann man ganz einfach einen Sim kaufen, muss dafür natürlich seine Gebühr an LL zahlen, kann dann aber das Land wieder verkaufen, ohne sich um das Eintreiben der Gebühr kümmern zu müssen. Denn dies wird dann von LL übernommen, und zwar direkt per Einzug vom USD-Konto oder wenn das nicht gedeckt ist, von der Kreditkarte. Deswegen können auch nur SLer Land auf dem Mainland kaufen, die einen Premium Account haben. Clever von LL!

Der Preis, für den die Sims in die Versteigerung gehen, ist ebenfalls sehr attraktiv, wenn man ihn mit dem Preis vergleicht, den man für einen privaten Sim bezahlen muss: 1.000 USD.

Wenn ich also einen Sim für 1.000 USD kaufe, dann ergibt das einen Quadratmeterpreis von etwas mehr als 4 L$. Rechnet man die Gebühr mit ein, die man ja in jeden Fall zumindest einmal an LL zahlen muss (also 195 USD), kommt man auf einen Quadratmeterpreis von knapp 5 L$. Vor einigen Monaten waren das durchaus noch übliche Preise, aber da kostete ein privater Sim auch noch wesentlich weniger.

Das klingt doch an sich alles ganz gut … wo ist denn nun der Haken bei versteigerten Sims?

Naja … eben, dass andere Leute mitsteigern. Und steigern kann hier durchaus wörtlich genommen werden.

Ich habe deswegen mal die Auktionen der letzten knapp vier Wochen beobachtet und analysiert.

Mit 1.000 USD konnte man nicht einen einzigen Sim kaufen, am billigsten ging Braggiani für 2.774 USD weg. Und das ist dann schon deutlich mehr als ein privater Sim kostet. Wer jetzt schon den Kopf schüttelt, sollte gar nicht erst weiterlesen. Janszoon war dem Käufer Jedediah McDunnough ganze 4.337 USD wert. Um dieses Geld wieder hereinzubekommen, muss ein Quadratmeter mindestens 18 L$ kosten. Natürlich kenne ich das Ziel des Sim-Käufers nicht, vielleicht will er damit ja gar kein Geld verdienen. Jedediah McDunnough hat in dem Analyse Zeitraum insgesamt 6 Sims gekauft.

Da ist eine Menge Kapital gebunden, und damit ist auch eine Menge Arbeit verbunden. Irgendetwas soll ja wahrscheinlich mit den Sims passieren, einfach nur besitzen scheint mir als Beweggrund zu wenig zu sein.

Mit 6 Sims ist Jedediah McDunnough noch nicht einmal Spitzenreiter. JR Unknown bringt es auf 15 Sims, für die er insgesamt 53.042 USD ausgegeben hat (plus monthly tier fee). noch einmal zur Erinnerung: ich rede von den letzten drei Wochen!

Auf der folgenden Grafik habe ich mal alle Preise in Preis-Bändern zusammengefasst. Ihr könnt gut erkennen, dass die meisten Sims um die 3.500 USD kosten.

Sim Auktionen - Preisbänder

Was sagt uns das? Ich denke, es lässt sich als wichtige Aussage ableiten, dass sich die Grundstückspreise auf dem Mainland weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegen werden. Preise von 20 L$ pro Quadratmeter sind durchaus üblich. Vermutlich wird sich dieser Preis aber noch weiter nach oben bewegen. Ein Gegentrend könnte dadurch ausgelöst werden, dass LL die Integration von externen Rechnern erlaubt, die nicht ihnen selber gehören. Allerdings würden sie damit auf die bestimmt sehr willkommenen Einkünfte aus den Sim-Auktionen verzichten.

Weiter bin ich davon überzeugt, dass immer mehr Leute trotz der sehr hohen Preise für private Sims, noch stärker dazu übergehen werden, eigene Inseln zu kaufen. Denn immerhin können sie sich dort ein mindestens doppelt so großes Grundstück für das gleiche Geld leisten wie auf dem Mainland. Den Rest des Sims werden sie dann weiter verkaufen. Auch das bedeutet für Linden Labs ein lukratives Geschäft.

Quellen:

5 Kommentare to 'Was kostet ein Mainland Sim?'

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  1. Gravatar Stefan Weiß meint dazu:

    2. Februar 2007, 20:38

    Wenn die Mainland Sims so teuer sind (>2700 USD), warum kaufe ich mir dann nicht einfach eine Insel? Was ist so spannend am Mainland? Nur die Sache mit dem LL-Inkassoservice?

  2. Gravatar Mel meint dazu:

    2. Februar 2007, 23:45

    Viele Menschen mögen die vielen Regeln nicht, die es oft auf privaten Sims gibt. Cosy Island ist da keine Ausnahme. Auf Germania versuchen wir gerade, ohne diese Regeln auszukommen und die Community das selber “regeln” zu lassen.

    Mehr Gründe fallen mir aber auch nicht ein.


  3. 13. Februar 2007, 19:54

    […] Beinahe jeder, der mal intensiver in SL reingeschnuppert hat und die Neigung verspürt dort alte oder neue Geschäftsmodelle auszuprobieren und vielleicht sogar schon das ein oder andere “First Land” oder sonstige “Plots” gekauft/gemietet hat, wird früher oder später den Drang nach “Mehr” verspüren. Größere Ideen und Projekte erfordern mehr Platz, mehr Kreativität, mehr platzierbare Prims - da hilft auf Dauer nur… nein, nicht ausschließlich mehr Power, sondern ein eigenes Areal von 65.536m² Größe - im SL-Jargon “Sim(ulator)” genannt. Diese gibt es nicht nur in drei Leistungsstufen (Class 3-5, wobei letztere die derzeit stärkste Plattform ist), sondern werden auch noch in Mainland-Sim und private Sims (häufig auch weniger korrekt als Insel bezeichnet) unterschieden. Melina Loonie hat ihrem Blog nun eine höchst interessante Entwicklung protokolliert, die nahelegt, daß die Grundstücks- und Immobilienpreise in SL wohl künftig noch weiter steigen werden. Sie verglich über einen Zeitraum von knapp vier Wochen die Preise für Mainland-Sims in den Auktionen von Linden Lab - mit interessanten Ergebnissen. […]


  4. 14. Mai 2007, 16:11

    […] in Melinas Second Life was-kostet-land-auf-privaten-sims steuerzahlungen was-kostet-ein-mainland-sim […]


  5. 1. August 2007, 10:40

    […] Was kostet ein Mainland Sim? […]

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